Obsolescence-Management

Obwohl in Industriebetrieben permanent Kostensenkungsprogramme gestartet werden und das Risikomanagement inzwischen ein fester Begriff ist, wird das Obsolescence-Management häufig vernachlässigt. Wegen der Komplexität des Themas kann in dem folgenden Beitrag nur ein Überblick gegeben werden.

Der Motor vieler Märkte heißt „Innovation“. Innovation heißt aber auch Erneuerung. Das bedeutet im Regelfall, ein älteres Produkt wird durch ein neueres abgelöst. Extrem zu beobachten ist dies, bei elektronischen Bauelementen, es werden täglich hunderte von Bauelementen abgekündigt. Aber auch technische Änderungen am Liefergegenstand können zur Obsolescence führen, wenn der Liefergegenstand nach der Änderung nicht mehr einsetzbar ist.

Effektives Obsolescence-Management braucht Durchgängigkeit

Obsolescence kann aber auch weitere Ursachen haben. Besonders kostentreibend ist dieser Mechanismus für Hersteller langlebiger Wirtschaftsgüter. Durch Obsolescence werden jährlich Millionen für ungeplante Re-Designs ausgegeben. Den Unternehmen gehen unzählige Stunden für die Entwicklung neuer Produkte verloren. Als Ausweg werden häufig Sonderbeschaffungen zu immensen Extrakosten aus fragwürdigen Quellen getätigt. Aufwendungen für die Einlagerung von Überbrückungs- oder Allzeitbedarf werden häufig ignoriert.

Proaktives Handeln minimiert Probleme bei Abkündigungen

Obsolescencen sind zwar unvermeidlich, ihre Auswirkungen und Kosten können aber durch vorausschauende Planung minimiert werden. Als zwingende Voraussetzung muss das Obsolescence-Management integraler Bestandteil eines Marketing-, Entwicklungs-, Konstruktions-, Beschaffungs-, Fertigungs- und Kundendienstprogramms sein. Dabei ist die gesamte Versorgungskette einzuschließen (Lieferant und Kunde einbezogen).

Die richtige Obsolescence-Management-Strategie erhöht die Versorgungssicherheit

Die Obsolescence-Management-Strategie beschreibt die Vorgehensweise eines Unternehmens im Obsolescence-Management. Sie wird stark beeinflusst von Unternehmenszielen und Unternehmensstruktur. Sie berücksichtigt die Erwartung bezüglich Produktlebenszyklus, die Produktkomplexität sowie die Balance zwischen Kundenerwartung und Wirtschaftlichkeit. Ist ein Unternehmen frei in seiner Lieferanten- und Bauelementestrategie, kann es die Strategie aus Materialsicht aufbauen.

 

First Components kann Abkündigungen der Hersteller nicht vermeiden. Sie kann jedoch durch ihr Branchen-Know-how und mithilfe von Components-Engineering-Tools den zu erwartenden Lebenszyklus (Lifecycle) von elektronischen Komponenten schon bei der Auswahl bzw. vor der Entwicklung von Neugeräten voraussagen.

First Components hilft auch bei der Suche nach eventuellen Ersatzmöglichkeiten bei End-of-Life-Ankündigungen, im Notfall mit der Übernahme eines Last-Time-Buy.

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